Anger Apotheke

PSA Screening

In Gesundheitsmagazinen und in den Gesundheitsbeilagen von Publikumszeitschriften ist vielfach von Vorsorgemaßnahmen die Rede. Geht es um sog. Volkskrankheiten, fühlt sich nahezu jeder angesprochen, denn das Risiko, im Alter an Herz- Kreislaufkrankheiten, Arthrose, Diabetes oder an Krebs zu erkranken, ist groß. Früherkennungsmaßnahmen sollen uns vor den einschlägigen Krankheiten bewahren. Beständig werden wir ermuntert, Möglichkeiten zur Vorsorge wahrzunehmen. Wenn die Krankenkassen die Kosten übernehmen, vermittelt uns das den Eindruck, der Wert dieser Vorsorgemaßnahmen sei selbstverständlich erwiesen, nur unsere Bequemlichkeit stünde dem entgegen. Verborgen bleibt uns, dass so manche Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahme von Fachleuten durchaus in Frage gestellt wird. So z.B. das Suchen nach Tumoren der Prostata im Frühstadium. Diese Vorsorge geschieht durch das Aufspüren eines sog. Markers, des Prostataspezifischen Antigens, im Blut. Befürworter fordern die Einführung eines allgemeinen PSA-Screenings (d.h. systematische Anwendung dieser Vorsorge bei Männern ab einem bestimmten Alter) mit Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Demgegenüber hat sich das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin in einer aktuellen Stellungnahme gegen die breite Einführung des Screenings ausgesprochen.

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http://www.ebm-netzwerk.de/psa_screening.pdf - Der Artikel

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