Anger Apotheke

Potenziertes Eigenblut

Beim potenzierten Eigenblut handelt es sich um eine Arzneimittelzubereitung, die in der Homöopathie seit langem bekannt ist und schon von Zeitgenossen Hahnemanns (1755-1843, Begründer der Homöopathie) eingesetzt wurde. Es ist eine Therapie, die als höchst individuell anzusehen und daneben absolut risikolos ist.
Der Wert der Eigenblutpotenzen und ihre Anwendung ist von Hedwig Imhäuser in Erinnerung gerufen worden, einer Kinderärztin aus Arnsberg in Westfalen. Sie hat annähernd 1000 Fälle von homöopathischen Eigenblutbehandlungen dokumentiert und festgestellt, dass besonders immer wiederkehrende Infekte und allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Nesselfieber mit besten Aussichten behandelt werden. Aber auch akute Infektionskrankheiten wie Keuchhusten oder Windpocken reagieren mit gutem Erfolg auf die Behandlung, auch Nagelwachstumsstörungen oder Warzen unter dem Fuß.

Wie wird die Eigenblutbehandlung durchgeführt?

Dem Patienten wird ein Tropfen Blut abgenommen, aus der Vene oder der Einfachheit halber aus der Fingerbeere. Der Tropfen Blut wird noch vor dem Patienten zur homöopathischen Potenz C1 verschüttelt. Potenziert wird in der Weise, dass man das verschlossene Fläschchen fest mit der Hand umschließt und 10 mal kräftig senkrecht gegen den Ballen der anderen Hand schlägt.
Anschließend wird im Apothekenlabor weiter potenziert, üblicherweise zur C5, d. i. die Potenz, die der Patient zur Einnahme ausgehändigt bekommt.
Akute Erkrankungen werden mit täglichen Gaben behandelt ( 3 – 5 Tropfen vor dem Frühstück ), bei chronischen Erkrankungen wird das Mittel einmal pro Woche gegeben, etwa 6 Wochen lang, dann geht man zur nächst höheren Potenz, über C7 und C9 bis zur C12, um dann wieder von vorn anzufangen; so kommt leicht eine Kur über mehrere Monate zustande, z.B. bei der Behandlung des allergischen Asthmas.

Für welche Behandlungen wird potenziertes Eigenblut eingesetzt?

Immer wiederkehrende Infekte
Ständig wiederkehrende Infekte der oberen Luftwege, begleitet von ebenso häufigen Antibiotika-Behandlungen, beeinträchtigen oftmals die Entwicklung der Kinder. Durch Einnahme von potenziertem Eigenblut über einen längeren Zeitraum, begonnen bei C5 einmal pro Woche, über C7und C9 bis zur C12 in sechswöchigem Abstand wechselnd, kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden, sodass die Patienten für viele Monate vor erneuter Infektion geschützt sind.

Heuschnupfen
Der Einsatz von potenziertem Eigenblut hat sich sowohl im akuten Stadium wie auch vorbeugend bewährt. Im Akutfall wird mit täglicher Einnahme behandelt, angefangen bei C5, und von Woche zu Woche in der Potenz gesteigert, über C7 und C9 bis zur C12. Bei den so behandelten Patienten wird nicht nur die akute Allergie wesentlich gebessert, auch ist in den Folgejahren der Krankheitsverlauf sehr viel milder, wenn er denn nicht ganz ausbleibt.
Vorbeugend kann nach dem gleichen Schema wie bei den immer wiederkehrenden Infekten das erneute Auftreten der Pollenallergie oftmals verhindert werden. Die Einnahme sollte bereits im Spätwinter, vor dem ersten Pollenflug, begonnen und über Monate fortgesetzt werden.

Allergisches Asthma
Hier dient potenziertes Eigenblut als begleitende Maßnahme im Rahmen einer schulmedizinischen Medikation.
Die Anwendung erfolgt analog der Einnahme bei immer wiederkehrenden Infekten.

Ein Wort zu den Kosten:
In unserer Apotheke berechnen wir für die Bereitung einer Eigenblutpotenz den Grundpreis von € 8,90 plus € 1,95 für jeden Potenzierungsschritt, d.h. eine C5 kostet € 18,65. Eine übliche Kur, die vier Potenzen (C5, C7, C9, C12) umfasst, kostet € 32,30.
Man sieht, die Behandlung mit Eigenblutpotenzen kostet kein Vermögen.